Mietpreisbremse: Was sie wirklich bedeutet und wie sie Mieter und Vermieter betrifft
Mietpreisbremse, ein gesetzliches Instrument zur Begrenzung von Mietsteigerungen in angespannten Wohnungsmärkten. Auch bekannt als Mietendeckel, soll sie verhindern, dass Mieten in Städten wie Berlin, München oder Wien innerhalb kurzer Zeit sprunghaft steigen – besonders bei Neumieter:innen. Doch viele wissen nicht, wann und wo sie überhaupt gilt. Sie greift nur in bestimmten Gebieten, die vom Land als "angespannter Wohnungsmarkt" ausgewiesen wurden. Und selbst dort gibt es Ausnahmen: Neubauten, umfassend renovierte Wohnungen oder Wohnungen, die nach einer Sanierung erstmals vermietet werden, fallen oft nicht darunter.
Die Mietsteigerung, die Erhöhung der Miete nach einer Mieteränderung oder nach Modernisierung wird anhand des Mietspiegels, einem offiziellen Vergleichsindex, der durch kommunale Stellen erstellt wird berechnet. Wenn die neue Miete mehr als 10 % über dem lokalen Vergleichswert liegt, ist sie rechtswidrig – zumindest theoretisch. Doch viele Vermieter nutzen Lücken: Sie lassen die Wohnung vorher "modernisieren", setzen neue Fenster ein oder streichen die Wände – und schon ist die Mietpreisbremse passé. Mieter:innen merken oft zu spät, dass sie zu viel zahlen, weil sie den Mietspiegel nicht kennen oder Angst haben, sich zu beschweren.
Die Wohnraumversorgung, die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum in einer Region ist das eigentliche Ziel der Mietpreisbremse. Doch sie allein reicht nicht. Ohne neuen sozialen Wohnungsbau, ohne Kontrolle von Immobilienfonds und ohne Transparenz über tatsächliche Mieten bleibt sie ein Papiertiger. In vielen Städten steigen die Mieten trotzdem – weil die Regeln schlecht durchgesetzt werden oder weil die Ausnahmen zu groß sind.
Was du als Mieter:in tun kannst? Prüfe den aktuellen Mietspiegel deiner Stadt. Vergleiche deine Miete mit ähnlichen Wohnungen in der Nachbarschaft. Frag dich: Ist das realistisch? Wenn du denkst, du zahlst zu viel, kannst du dich an den Mieterverein wenden – oft kostenlos. Und wenn du Vermieter:in bist: Halte dich an die Regeln. Wer sie missachtet, riskiert nicht nur Rückerstattungen, sondern auch Ärger mit dem Amt.
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