Fördermittel für energetische Sanierung von Immobilien 2025: So nutzen Sie die höchsten Zuschüsse
9 Februar 2026 0 Kommentare Tilman Fassbinder

Fördermittel für energetische Sanierung von Immobilien 2025: So nutzen Sie die höchsten Zuschüsse

Im Jahr 2025 ist die energetische Sanierung von Wohngebäuden in Deutschland besser gefördert als je zuvor. Wer sein Haus oder seine Wohnung modernisieren will, kann mit Fördermitteln rechnen, die bis zu 50 Prozent der Kosten übernehmen - vorausgesetzt, man kennt die Regeln. Es geht nicht mehr nur darum, die Heizung auszutauschen. Die Regierung will gezielt die schlimmsten Energieverschwender sanieren: Gebäude mit den Energieeffizienzklassen F, G und H. Diese Häuser verbrauchen doppelt so viel Heizenergie wie moderne Gebäude. Und genau hier setzt das neue Bundesförderprogramm BEG 2025 an.

Was ist das BEG-Programm 2025?

Das Bundesprogramm für effiziente Gebäude (BEG) ist seit 2021 das zentrale Förderinstrument für Sanierungen in Deutschland. 2025 wurde es weiter verschärft und präziser ausgerichtet. Es wird jetzt klarer zwischen Einzelmaßnahmen und Komplettsanierungen unterschieden. Die Verwaltung läuft über zwei Stellen: Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) kümmert sich um Zuschüsse für Einzelmaßnahmen wie Dämmung, Fenster oder Heizung. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) vergibt zinsgünstige Kredite für umfassende Sanierungen, die auf einen bestimmten Effizienzstandard hinarbeiten.

Im Jahr 2025 stehen insgesamt 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Das ist mehr als je zuvor. Der Grund: Die Sanierungsrate lag 2024 bei nur 0,8 Prozent des gesamten Gebäudebestands. Bis 2026 soll sie auf 1,2 Prozent steigen. Das ist notwendig, um die Klimaziele bis 2045 zu erreichen. Denn jedes Jahr, das vergeht, ohne dass ein Haus saniert wird, bedeutet mehr CO₂-Ausstoß und höhere Energiekosten.

Wie viel Geld gibt es für Einzelmaßnahmen?

Für Einzelmaßnahmen wie neue Fenster, eine Dachdämmung oder den Austausch der Heizung gibt es Zuschüsse vom BAFA. Die Basisförderung liegt bei 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Aber hier kommt der Trick: Wenn du einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) hast, steigt der Zuschuss auf 20 Prozent. Das ist kein Bonus, das ist fast eine Voraussetzung, um wirklich profitabel zu sanieren.

Der größte Hebel liegt bei der Heizung. Für eine Wärmepumpe gibt es 30 Prozent Basisförderung. Dazu kommt ein Klimaschwindigkeitsbonus von 20 Prozent - also insgesamt 50 Prozent. Das bedeutet: Wenn du 60.000 Euro für eine komplette Sanierung mit Wärmepumpe, Dämmung und Fenstern ausgibst, erhältst du bis zu 30.000 Euro Zuschuss. Der Bonus gilt bis Ende 2028. Danach sinkt er alle zwei Jahre um 3 Prozent, bis er 2037 ganz verschwindet.

Wichtig: Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt - also nur die Kosten, die wirklich in die Sanierung fließen. Mit iSFP steigt die Grenze auf 60.000 Euro. Das ist entscheidend. Wer ohne Fahrplan sanieren will, verliert automatisch die Hälfte der Förderung.

Was ist der Sanierungsfahrplan (iSFP)?

Der individuelle Sanierungsfahrplan ist kein Papierkram, er ist dein Schlüssel zur höchsten Förderung. Ein zertifizierter Energieberater erstellt ihn. Er analysiert dein Haus, zeigt dir, welche Maßnahmen sinnvoll sind, und in welcher Reihenfolge du sie am besten umsetzt. Der Fahrplan ist nicht kostenlos - aber der Staat übernimmt 80 Prozent der Kosten, maximal 5.000 Euro für Einfamilienhäuser und 20.000 Euro für Mehrfamilienhäuser.

Warum lohnt sich das? Weil der iSFP nicht nur die Förderung erhöht, sondern auch deine Sanierung effizienter macht. Eine Studie der Hochschule Erfurt zeigt: Eigentümer mit iSFP haben eine 35 Prozent höhere Erfolgsquote bei der Förderung. Ein Nutzer auf Reddit berichtet: „Der Berater hat uns gesagt, dass wir zuerst die Dämmung machen müssen, bevor wir die Wärmepumpe einbauen. Sonst wäre die Heizung zu groß und ineffizient. Das haben wir gemacht - und jetzt zahlen wir 40 Prozent weniger an Energiekosten.“

Ohne iSFP ist die Förderung nicht verkehrt - aber du verpasst die Chance, wirklich viel Geld zu sparen.

Ein Hausbesitzer studiert einen digitalen Sanierungsfahrplan mit visualisierten Energieeinsparungen.

KfW-Kredite für umfassende Sanierungen

Wenn du dein Haus komplett sanieren willst - also Dach, Wände, Fenster, Heizung, Lüftung - dann ist der KfW-Kredit 261 die richtige Wahl. Er bietet bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit als zinsgünstiges Darlehen. Die Zinsen liegen zwischen 1,5 und 2,5 Prozent, inklusive Tilgungszuschuss. Im Vergleich: Ein normaler Renovierungskredit kostet heute 3,5 bis 4,5 Prozent.

Der Zuschuss auf den Kredit hängt vom erreichten Effizienzhausstandard ab. Für ein Effizienzhaus 55 gibt es 15 Prozent Tilgungszuschuss. Für ein Effizienzhaus 40 sogar 45 Prozent. Das bedeutet: Je besser du sanierst, desto mehr bekommst du zurück. Und das ist kein theoretisches Ziel. Wer ein Haus von Klasse G auf Klasse 40 bringt, kann mehr als 50.000 Euro an Tilgungszuschuss erhalten - das ist fast die Hälfte eines 150.000-Euro-Kredits.

Es gibt auch den KfW-Kredit 358/359 mit bis zu 120.000 Euro. Der ist besonders nützlich, wenn du die BAFA-Zuschüsse für Einzelmaßnahmen nutzen willst. Du kannst beides kombinieren: Zuschuss für die Heizung vom BAFA und Kredit für die Dämmung von der KfW. Das ist eine der cleversten Strategien, die Experten empfehlen.

Was hat sich 2025 geändert?

2024 war alles noch etwas unklar. 2025 ist klar: Die Regierung hat den Deckel für Einzelmaßnahmen eingeführt. Jetzt gibt es maximal 60.000 Euro förderfähige Kosten pro Wohneinheit - und das nur mit iSFP. Ohne Fahrplan sind es nur 30.000 Euro. Das hat viele überrascht, aber es ist sinnvoll. Die meisten Sanierungen liegen unter dieser Grenze. Laut KfW-Statistiken trifft die Grenze nur 22 Prozent der Anträge. Also: Wer sanieren will, muss planen.

Ein weiterer großer Schritt: Die vollständige Digitalisierung. Ab 1. Januar 2025 läuft alles online. Der Antragsprozess dauert nicht mehr 14 Wochen wie 2024, sondern nur noch 7,5 Wochen. Das ist ein riesiger Fortschritt. Die Dokumentation ist strenger geworden - aber digitaler. Du lädst deine Rechnungen, Gutachten und den iSFP hoch. Kein Briefkasten mehr, kein Fax, kein Postweg.

Und dann gibt es noch den Klimabonus: Bis Ende 2026 gibt es für Gebäude mit den schlechtesten Energieklassen G und H nochmal 5 Prozent extra Zuschuss. Das ist ein gezielter Anreiz, um die energieärmsten Häuser zu sanieren. Diese Regelung wurde von der dena als „lange überfällige Korrektur“ bezeichnet.

Ein energiearmes Haus wird durch Sanierung in ein effizientes Zuhause verwandelt – vorher und nachher.

Was kostet eine Sanierung wirklich?

Ein typisches Einfamilienhaus aus den 1970ern mit schlechter Dämmung, alten Fenstern und Ölheizung kostet heute zwischen 80.000 und 120.000 Euro für eine umfassende Sanierung. Mit Förderung zahlt man nur noch 40.000 bis 60.000 Euro aus eigener Tasche. Ein Nutzer auf Haus-und-Grund.de schreibt: „Unsere Sanierung hat 80.000 Euro gekostet. Mit Zuschüssen und Krediten haben wir nur 55.000 Euro selbst bezahlt. Die Energiekosten sind um 40 Prozent gesunken. Das war die beste Investition, die wir je getätigt haben.“

Die meisten Sanierungen werden von Eigentümern im Alter von 45 bis 65 Jahren durchgeführt. Sie haben das Haus oft geerbt oder seit Jahrzehnten bewohnt. Sie sehen die Zukunft - und wollen nicht mehr für Heizung zahlen, die immer teurer wird.

Was muss man beachten?

Die größte Falle: Die Förderung muss vor dem Beginn der Maßnahme beantragt werden. Viele Hausbesitzer warten, bis die Heizung kaputt ist. Dann ist es zu spät. Die Förderung gilt nur für Arbeiten, die nach Antragstellung beginnen. Wer das nicht weiß, verliert tausende Euro.

Ein weiterer Stolperstein: Die Dokumentation. 37 Prozent aller abgelehnten Anträge scheitern an unvollständigen Unterlagen. Du brauchst: Rechnungen mit genauer Beschreibung der Leistung, Nachweise über die Energieeffizienz, den iSFP und eventuell Gutachten von Fachleuten. Ein Energieberater hilft hier nicht nur bei der Förderung - er verhindert auch, dass du Fehler machst.

Und dann gibt es noch die Fachkräftelücke. Laut Bundesverband der Deutschen Bauindustrie fehlen 23 Prozent der notwendigen Handwerker für energetische Sanierungen. Das bedeutet: Du musst früh planen. Die besten Anbieter sind ausgebucht. Wer im Frühjahr 2025 beginnt, hat bessere Chancen als wer im Herbst.

Was kommt nach 2025?

Das Programm ist bis 2027 gesichert. Aber der Klimaschwindigkeitsbonus wird nach 2028 abgebaut. Experten warnen: Wenn die 20 Prozent Bonus wegfallen, wird die Sanierungsrate wieder sinken. Die Regierung plant, ihn 2027 auf 25 Prozent zu erhöhen - aber das braucht eine Gesetzesänderung. Bis dahin bleibt die Förderung attraktiv.

Was du jetzt tun kannst: Hole dir einen iSFP. Sprich mit einem zertifizierten Energieberater. Lass dich beraten - und zwar vor dem ersten Bohrloch. Die Förderung ist kein Geschenk. Sie ist eine Investition in deine Zukunft. Und die Regierung zahlt dir dafür, dass du das Haus modernisierst, das du eh schon besitzt.