Bestandsaufnahme Wasserleitungen: Was Sie wissen müssen, bevor Sie sanieren

Bevor Sie irgendeine Sanierung an Ihren Wasserleitungen beginnen, brauchen Sie eine Bestandsaufnahme Wasserleitungen, eine detaillierte Prüfung des bestehenden Rohrnetzes, um Zustand, Material und Risiken zu erfassen. Auch bekannt als Rohrnetz-Inspektion, ist sie der erste und wichtigste Schritt, um teure Überraschungen zu vermeiden. Ohne sie raten Sie im Dunkeln – und das kostet Geld, Zeit und Nerven.

Was genau gehört dazu? Es geht nicht nur darum, ob die Leitungen lecken. Sie müssen wissen, aus welchem Material sie sind – ob aus Blei, Kupfer, Polyethylen oder altem Grauguss. Jedes Material hat seine Lebensdauer und seine Schwachstellen. Bleileitungen sind in vielen Häusern aus den 50er-Jahren noch aktiv – und sie sind gesundheitlich riskant. Kupfer ist langlebig, aber anfällig für Korrosion, wenn das Wasser zu sauer ist. Und Polyethylen (PE) ist modern, aber nur dann sicher, wenn es richtig verlegt wurde. Eine echte Bestandsaufnahme prüft auch den Druck, die Durchflussraten und ob es Wärmebrücken oder feuchte Stellen in Wänden gibt, die auf versteckte Lecks hindeuten. Das ist kein Luxus, das ist eine Notwendigkeit – besonders wenn Sie planen, die Heizung zu wechseln, die Sanitärtechnik zu modernisieren oder einfach nur sicherstellen wollen, dass Ihre Wasserrechnung nicht plötzlich explodiert.

Ein weiterer wichtiger Faktor: Leckage erkennen, die systematische Suche nach versteckten Wasserlecks, die oft hinter Wänden oder unter Fußböden lauern. Viele Hausbesitzer merken erst dann etwas, wenn der Boden weich wird oder die Versicherung absagt. Dabei gibt es einfache Methoden: Thermografie zeigt Temperaturunterschiede, Schallmessungen hören, wo Wasser durch Rohre tropft, und Drucktests beweisen, ob ein Rohrabschnitt dicht ist. Eine gute Bestandsaufnahme kombiniert alle drei. Und sie dokumentiert alles – mit Fotos, Messwerten und Standortangaben. So haben Sie später einen klaren Überblick, wenn Sie Handwerker beauftragen oder Fördermittel beantragen wollen.

Was viele nicht wissen: Eine solche Aufnahme ist oft Voraussetzung für KfW-Förderung. Wer sanieren will, muss nachweisen, dass die alten Leitungen wirklich ersetzt werden müssen – nicht nur, weil sie alt sind, sondern weil sie funktionell defekt sind. Und wer eine Immobilie verkaufen will, braucht diese Unterlagen, um potenzielle Käufer nicht abzuschrecken. Eine schlecht dokumentierte Wasserleitung ist ein rotes Licht im Gutachten – und kann den Verkauf blockieren.

Die Post-Sammlung unten zeigt, wie tiefgreifend diese Themen miteinander verwoben sind. Sie finden Anleitungen zur Fenstermontage, wo die Dichtung auch die Wasserabfuhr beeinflusst, Tipps zur Kellerabdichtung, die eng mit Rohrverläufen zusammenhängt, und sogar Hinweise zur DSGVO, weil Sie bei der Dokumentation von Leitungsdaten auch personenbezogene Informationen verarbeiten können. Es geht nicht nur um Rohre – es geht um Ihr ganzes Zuhause. Und mit der richtigen Bestandsaufnahme machen Sie nicht nur Ihre Wasserleitungen sicher – Sie machen Ihr Haus wertvoller, effizienter und lebenswerter.

5 Dezember 2025
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