WU-Beton: Was es ist, wo es verwendet wird und warum es in der Sanierung wichtig ist
Was ist eigentlich WU-Beton, ein wasserundurchlässiger Beton, der speziell für bautechnische Anwendungen mit hohen Feuchtigkeitsanforderungen entwickelt wurde. Auch als wasserundurchlässiger Beton bekannt, wird er dort eingesetzt, wo Wasser nicht durch die Wand oder Bodenplatte dringen darf – etwa in Kellern, Schwimmbädern oder unterirdischen Parkhäusern. Es ist kein gewöhnlicher Beton. Er hat eine dichtere Struktur, spezielle Zuschläge und oft Zusatzmittel, die die Kapillarität reduzieren. Das bedeutet: Kein Wasser zieht durch. Kein Schimmel. Kein Feuchtigkeitsschaden. Und das ist genau der Grund, warum er in der Sanierung von Altbauten so oft ins Spiel kommt.
WU-Beton ist kein Zaubermittel, aber er ist unverzichtbar, wenn die Baugrundbedingungen es erfordern. In vielen alten Häusern in Graz, wo das Grundwasser hoch liegt oder die Bodenbeschaffenheit feucht ist, wurde früher einfach normaler Beton verwendet – mit Folgen: Feuchtigkeit stieg auf, Wände wurden nass, Tapeten lösten sich, Holzbalken faulten. Heute wissen wir: Wenn du einen Keller sanierst, eine Bodenplatte neu gießt oder eine Tiefgarage baust, dann brauchst du WU-Beton. Nicht weil es modern ist, sondern weil es funktioniert. Und es ist gesetzlich vorgeschrieben in vielen Fällen – etwa nach DIN 1045-2 oder der neuen DIN EN 206. Wer das ignoriert, spart kurzfristig, zahlt aber später doppelt.
Es gibt auch andere Baustoffe, die Feuchtigkeit abhalten – wie Bitumenbahnen oder Kunststofffolien. Aber die sind nur Oberflächenlösungen. WU-Beton arbeitet von innen heraus. Er ist Teil der Konstruktion. Er wird gegossen, verfestigt und bleibt da – für Jahrzehnte. Das macht ihn ideal für langfristige Sanierungen, besonders wenn du Holzkonstruktionen in der Nähe hast. Denn Holz mag keine Dauerfeuchte. Und das ist genau der Punkt, wo viele Sanierungen scheitern: Sie sehen nur die Oberfläche, vergessen aber den Untergrund. WU-Beton ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für dauerhafte Bauten in feuchten Zonen.
Wenn du gerade dein Haus sanierst, eine neue Terrasse baust oder einen Keller ausbaust, dann prüfe genau: Steht dein Bauvorhaben in Kontakt mit Erde oder Grundwasser? Dann ist WU-Beton nicht nur sinnvoll – er ist nötig. Und das gilt nicht nur für große Projekte. Auch bei der Sanierung einer alten Waschküche, einem neuen Abflusskanal oder einer Bodenplatte unter einer Terrassentür zahlt sich diese Entscheidung aus. Die Kosten sind höher als bei normalem Beton – aber die Folgekosten bei Schäden sind viel höher.
In den folgenden Artikeln findest du konkrete Beispiele, wie WU-Beton in der Praxis eingesetzt wird – von der Messung bis zur Abdichtung, von der Planung bis zur Ausführung. Du erfährst, wann du ihn wirklich brauchst, wann du ihn dir sparen kannst, und wie du sicherstellst, dass er auch wirklich richtig verarbeitet wird.
Weiße Wanne vs. Schwarze Wanne: Welches Kellerabdichtungssystem ist besser?
Weiße Wanne oder Schwarze Wanne? Erfahre, welches Kellerabdichtungssystem länger hält, besser schützt und sich lohnt - mit klaren Fakten zu Kosten, Lebensdauer und rechtlichen Vorgaben.